Hashimoto Thyreoiditis Erkrankung
Hashimoto Thyreoiditis Erkrankung
Beschrieben wurde die Hashimoto-Erkrankung bereits 1912 von dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto (1881-1934), der lange Zeit in Deutschland und England lebte. Heute sind in Deutschland etwa vier bis acht Millionen Menschen betroffen. Diese Autoimmunerkrankung, die Hashimoto-Thyreoiditis, ist auf dem Vormarsch und droht, eine Volkskrankheit zu werden.
Wir sollten die Krankheit ernst nehmen, Fragen stellen und die Ursachen verstehen, da sie ein Prozess ist, bei dem der Körper durch unser Leben in eine Schieflage geraten ist. Derzeit werden häufig standardisierte Behandlungen wie lebenslange Schilddrüsenhormontherapie empfohlen, wenn die Schilddrüse lange Zeit in Unterfunktion geraten ist. Es wird die Annahme hinterfragt, ob der Körper absichtlich seine Schilddrüse zerstört, und die Frage gestellt, ob das wirklich so von der Natur gewollt ist.
Was ist unsere Schilddrüse?
Die Schilddrüse ist eine wichtige Drüse, die sich schmetterlingsförmig unterhalb des Kehlkopfes an die Luftröhre schmiegt und eng mit der Sprache verbunden ist. Sie steht für unsere Fähigkeit, Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken, die eigene innere Bestimmung zu leben und treu zu uns selbst zu sein.
Ist die Kehlkopf-Region in Harmonie, dann äussern Menschen ihre Gefühle und Gedanken ohne Vorbehalten. Sie öffnen sich und sprechen auch über ihre Schwächen, bringen ihr Wesen authentisch zum Ausdruck. Sie lieben es, offen Zu kommunizieren und diskutieren, schrecken vor einem Streitgespräch nicht zurück und vermögen klar und authentisch «NEIN» zu sagen.
Emotionaler und seelischer Stress kann muskuläre Verspannungen im unteren Halsbereich verursachen, insbesondere am C7-Wirbel, der mit der Schilddrüse verbunden ist. Diese Verspannungen können die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen, indem sie die Versorgung mit Nervenimpulsen und Blut einschränken, was eine Unterfunktion begünstigen kann. Zudem ist bei vielen die Schultermuskulatur stark verspannt. Autoimmune Prozesse entwickeln sich über längere Zeit und führen bei der Erschöpfung des Körpers zu Entzündungen, die eine Reaktion des Immunsystems auf eine Bedrohung darstellen. Doch wo beginnt sie?
Unser Darm - die Wurzel bei der “Pflanze Mensch”
Chronisch stille Entzündungen im Darm schädigen das Gewebe und erhöhen die Durchlässigkeit, wodurch Endotoxine, Viren, Pilze, Schadstoffe und Chemikalien ungefiltert ins Blut gelangen. Das Immunsystem gerät dadurch dauerhaft in Alarmbereitschaft und wird zunehmend erschöpft, da es nur begrenzte Reaktionsmöglichkeiten gegen eine Vielzahl von Angriffen hat.
Die übermässige Entzündungskaskade ist die treibende Kraft eines degenerierenden Prozesses der zur Gewichtszunahme, Depression, chronischen Schmerzen, Angst und Schlafstörungen und Autoimmunerkrankungen führen kann. Keine Krankheit lässt sich daher erfolgreich behandeln, wenn nicht der Darm als erste Instanz in einen stabilen Gesundheitszustand versetzt wird und damit das Entzündungsgeschehen gedrosselt wird.
Genetische Disposition
Menschen sind mit unterschiedlichen genetischen Prädispositionen ausgestattet, die unser Lebensweg beeinflussen. Allerdings hängt der Gesundheitszustand nicht nur von den Genen ab, sondern vor allem vom Umfeld, das die Gene umgibt.
Durch die Reduktion eines anhaltenden Inflammationsgeschehens und der toxischen Belastungen lässt sich die Tendenz zur Autoimmunität wesentlich reduzieren.
Die gute Nachricht ist, dass wir unsere Gesundheit selbst steuern können. Laut Dr. Jeffrey Bland sind es nicht die Arztbesuche, Medikamente oder Operationen, die den größten Einfluss auf unsere Gesundheit haben, sondern die kumulativen Entscheidungen bezüglich Ernährung und Lebensstil, die die Expression unserer Gene maßgeblich beeinflussen.
Umweltbelastungen
Der Körper zeigt täglich seine enorme Belastbarkeit, doch Stress und Elektrosmog (WLAN, Handy, Stromnetz) wirken als Hauptfaktoren, die diese Belastbarkeit übersteigen. Überschreitungen der Belastungsgrenze, etwa durch bestimmte Nahrungsmittel wie glutenhaltiges Getreide, Casein (Milcheiweiss), Saponine, Lektine sowie durch Dauerstress, Medikamente, Schwermetalle und Zusatzstoffe, können Entzündungen und Autoimmunreaktionen auslösen.
Die Untersuchung umwelttoxischer Aspekte sollte im Rahmender Hashimoto - Behandlung einen festen Platz erhalten. Leider sind bis heute nur wenige Ärzte daran interessiert. Es wird Bewusstsein und Zeit benötigen, um in der Ausbildung die Ärzte von morgen dafür zu sensibilisieren. Wir erleben täglich die dramatischen Auswirkungen auf unser Immun- und Stoffwechselgeschehen.

Klare Diagnosekriterien für Hashimoto-Thyreoiditis
- Schilddrüsenwerte: TSH, fT3, fT4, T3 reserve
- Antikörper der Schilddrüse: TSH, fT3, fT4, T3 reserve
- ТРО- АК (auch Mikrosomale Antikörper = MAK), TAK (Antikörper gegen Thyreoglobulin) und TRAK (TSH -Rezeptor-Antikörper)
Bei Hashimoto kann es zunächst zu Überfunktion kommen, gefolgt von Gewebeverlust und Schilddrüsenunterfunktion, was den ganzen Körper beeinflusst, da die Schilddrüse zahlreiche Stoffwechselprozesse steuert (Fett-, Kohlenhydrat-, Wärme-, Energiehaushalt, Nervensystem, Herz, Wachstum und Entwicklung). Frühzeitige Selbstfürsorge ist wichtig.

- Zahn-Kiefer-Status & Röntgen (Orthopantomogramm) Erkennung von Störherden durch tote Zähne, Amalgam oder Kieferentzündungen.
- Magen-Darm-Diagnostik (Stuhl) Stuhltests zur Überprüfung des Mikrobioms, Darmbarriere und Entzündungen.
- Laboruntersuchungen Es sind dringend laborchemische Untersuchungen notwendig, um den aktuellen Stand der Schilddrüsenhormonproduktion zu erkennen. Dabei ist es essentiell, die wichtigsten Laborparameter und Kofaktoren zu untersuchen.
- Schilddrüsen-Ultraschall Beurteilung der Struktur, auch bei negativen Antikörpern.
- Toxikologische Untersuchungen Ein Schwermetalltest und ein Lymphozytentransformationstest (LTT) auf Umwelt toxische Belastungen sind ratsam.
- Halswirbelsäulen-Check Ausschluss von Instabilitäten nach Traumata.
Ursachenbezogene Therapie bei Hashimoto Thyreoiditis
Menschen mit Hashimoto, die L-Thyroxin nehmen und normale Werte haben, können trotzdem Symptome wie Haarausfall, Unfruchtbarkeit, Gewichtsschwankungen, Schlafstörungen, Gehirnnebel, Zyklus- und Konzentrationsstörungen sowie Erschöpfung entwickeln.

Oft bestehen bei ihnen Vitamin D- und Jodmangel, genetische Disposition oder Stoffwechselstörungen wie HPU und KPU, die die Blutbildung und Entgiftung beeinträchtigen. Diese Störungen betreffen etwa 15 % der Bevölkerung und sollten nicht übersehen werden.
Jod - unser Multitalent für die Schilddrüse
Lange Zeit wurde bei Hashimoto-Patienten empfohlen, Jod zu meiden. Neue Forschungen haben jedoch gezeigt, dass Jod eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Schilddrüse spielt. Für die Produktion der Schilddrüsenhormone T4 und T3 benötigt die Schilddrüse Jod sowie die Aminosäure Tyrosin. Jod besteht aus Jod und Jodid, die im Stoffwechsel mit Vitaminen wie B6 und Magnesium zusammenwirken, um die Umwandlung von T4 in das aktive T3 zu ermöglichen – ein Hormon, das intrazellulär wirkt und jede Zelle in ihrer Funktion beeinflusst.
Wichtige Funktionen von Jod im Körper
- Unterstützung des Immunsystems und Immunstimulation
- Synthese von Geschlechtshormonen und Schilddrüsenhormonen
- Entgiftung von Schwermetallen und Halogenen
- Produktion von Stresshormonen und Neurotransmittern
- Antibakterielle, antivirale und antiparasitäre Wirkungen
- Tumorabwehr durch Förderung des natürlichen Zelltods (Apoptose), z.B. bei Brust-, Eierstock- und Schilddrüsenerkrankungen
Jod und Autoimmunerkrankungen
Bei Hashimoto ist es wichtig, vor einer Jodsubstitution eine gründliche Untersuchung durchzuführen. Eine Überfunktion der Schilddrüse (z.B. Basedow) muss ausgeschlossen werden. Ist eine Überfunktion vorhanden, ist eine Jodaufnahme kontraindiziert. Der Bedarf an Jod sollte individuell geklärt werden. Wichtig: Jod ist kein Allheilmittel
Jod sollte nie die erste therapeutische Option sein. Wichtiger ist es, zunächst den Selen- und Vitamin-D-Spiegel zu optimieren und Mikronährstoffmängel, wie bei KPU/HPU, auszugleichen. Die Behandlung eines erkrankten Organs, wie der Schilddrüse, erfordert fachgerechte Begleitung und sollte behutsam erfolgen.

Hoffnung durch ganzheitliche Behandlung
Hashimoto entwickelt sich häufig zu einer Volkskrankheit, die chronisch wird, wenn nur eine Hormonersatztherapie erfolgt. Aus ganzheitlicher Sicht gibt es jedoch Hoffnung. Es geht nicht nur um die Symptome, sondern um den ganzen Menschen. Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, ist der erste Schritt – denn eine individuelle, fachkundige Begleitung kann den Weg zurück zu mehr Gesundheit ebnen.
FAQ's
Wie wird Hashimoto in der Klinik behandelt?
Es gibt keine allgemeine Behandlung für Hashimoto. Die Behandlung erfolgt daher individuell und richtet sich nach den spezifischen Bedürfnissen des Patienten.
Wie kann ich einen Termin in der Swiss Mountain Clinic vereinbaren?
Sie können sich ganz einfach über diesen Link anmelden oder uns unter +41 91 820 40 40 telefonisch kontaktieren.
Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Die Kosten können je nach individuellen Bedürfnissen und Umfang der Behandlung variieren. Sie können gerne einen Kostenvoranschlag anfragen.
Wo befindet sich die Swiss Mountain Clinic?
Wir befinden uns in den Schweizer Alpen in dem historischen Dorf Castaneda. Unsere Klinik ist der perfekte Ort, um Ruhe zu finden und sich zu regenerieren. Sie können uns bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
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